
Spätes Glück im Schnee
Die letzten Skitage unbeschwert genießen
Die Hauptsaison ist zwar vorbei, doch viele Ski- und Snowboardfahrer zieht es auch im Frühjahr noch in die Berge und auf die Piste. Ob in Österreich, Italien oder der Schweiz – viele Skigebiete bieten bis Ende April gute Bedingungen für Sport und Spaß. Wer Kinder hat, nutzt die Osterferien, um ein letztes Mal im Jahr die weiße Pracht zu genießen.
Leider geht ein Sturz im Schnee nicht immer glimpflich aus. Angesichts zahlreicher verletzter Wintersportler sollte man vor dem Start in den Urlaub den Versicherungsschutz prüfen. Eine private Unfallversicherung gehört zu den wichtigsten Policen für aktive Urlauber. Häufig sind auch die Kosten einer Bergung von der Skipiste mit eingeschlossen. Wer eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hat, ist darüber hinaus auch beim Wintersport gegen das Risiko versichert, wenn er beispielsweise wegen eines Skiunfalls seinen Beruf über einen längeren Zeitraum nicht mehr ausüben kann. Speziell Freiberufler und Selbstständige sollten sich darum kümmern, ob ihr Verdienstausfall abgesichert ist, wenn sie längere Zeit nicht arbeiten können.
Gesetzlich Krankenversicherte sollten unbedingt an eine Auslandsreise-Krankenversicherung denken. Die deutschen Kassen erstatten lediglich den Betrag, der auch in Deutschland beispielsweise für ein Gipsbein fällig wäre. Die Behandlung in den Wintersportorten ist aber häufig teurer, so dass der Patient den Differenzbetrag in dem Fall aus der eigenen Tasche zahlen muss. Die Auslandsreise-Krankenversicherung kommt für diese Zusatzkosten auf. Sie zahlt auch für einen Rücktransport nach Deutschland, wenn er medizinisch erforderlich ist. Die Kosten für einen solchen Heimflug können durchaus mehrere tausend Euro betragen.
Teuer kann es auch werden, wenn es zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Wintersportler kommt: Ohne eine private Haftpflichtversicherung muss der Unfallverursacher für die finanziellen Folgen aufkommen, und zwar mit seinem gesamten Vermögen. Die private Haftpflichtversicherung schützt nicht nur auf der Piste, sondern auch im Alltag zu Hause. Selbst die eigene Hausratversicherung tritt im Urlaub ein, wenn beispielsweise die teure Skiausrüstung aus dem verschlossenen Keller des Hotels gestohlen wird. Wer sich die Skier am Urlaubsort mietet, sollte einen Blick in den Vertrag werfen: Viele Vermieter bieten den Verleih inklusive einer Versicherung an, die bei Bruch oder Diebstahl eintritt. Wertsachen sind am besten im Hotelsafe aufgehoben, wenn sie denn überhaupt mit auf die Reise gehen müssen. Auch das Reisegepäck ist meist über die Hausratversicherung abgedeckt.
Viele Urlaubsveranstalter bieten den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung an. Sie kann nützlich werden, wenn die gebuchte Reise wegen einer schweren Erkrankung nicht angetreten werden kann. Geht es mit dem Auto in den Urlaub, sollte vorher gecheckt werden, ob das Fahrzeug „winterfest“ ist. Neben der richtigen Bereifung gehört dazu auch ein ausreichender Frostschutz für Kühler- und Wischwasser. Zusätzliche Sicherheit im Falle einer Panne gibt ein Schutzbrief des Kfz-Versicherers.

Wenn Versicherung persönlich wird.