
02.05.2011 Flensburg – von Freiheit, Belohnungsküssen und jeder Menge Knoten
Der Besuch der Versicherer im hohen Norden steht, natürlich, im Zeichen der Seefahrt. Die Nähe zum Polarkreis macht sich trotz Sonne vor allem morgens bemerkbar – in Form von einer steifen Brise, aber auch einer nicht zu leugnenden Abwesenheit von Menschen auf dem Willy-Brandt-Platz am schönen Hafen.
Im Laufe des Vormittags kommen die Flensburger aber, die ja oft auch Segler sind, aus ihren Kajüten und wir hören spannende Geschichten von ehemaligen Weltmeer-Kapitänen, 200-Meter-Container-Schiffen, die kleine Jollen weghupen, und ganz oft von Erlebnissen, als man „auf Schiet gesessen“ hat. Eins aber eint alle Flensburger, die auf dem Wasser nach Freiheit streben: das Wissen, dass „nur ein Idiot das Meer nicht fürchtet“ (angeblich ein dänisches Sprichwort).
Und sonst? Auch im Alter ist noch mehr drin als nur Gutenmorgenküsse. Nämlich Belohnungsküsse. Zumindest bei dem liebenswerten Pärchen, das jetzt die „Pennngsijooohn“ genießt.
Bleibt nur die Frage, ob die zarte Blümchen-Bluse bei „Nordische Impressionen“ wirklich mehr als zehn Knoten aushält – oder ob man sich an Bord doch lieber einen ordentlichen Windbreaker zulegen sollte ...
